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Deutscher Riesling Cup 2009 - DER FEINSCHMECKER ehrt die Sieger!
 Auch dieses Mal Sieger von der Nahe!
Der deutsche Riesling Cup 2009 für das Weingut Schäfer-Fröhlich
Zum zweiten Mal wurde der Deutsche Riesling Cup für den besten trockenen Riesling auf einer großen Wein-Gala im Festsaal des Hotels „Bayerischer Hof“ in München verliehen. Ehrengäste des Abends waren 50 deutsche Spitzenwinzer mit ihren aktuellen Weinen und etlichen Raritäten aus älteren Jahrgängen.
Es war wie so oft in den vergangenen beiden Jahrzehnten: Rund 350 Güter aus allen deutschen Anbaugebieten hatten ihre besten Weine zum Riesling-Wettbewerb eingeschickt, und am Ende siegte – wieder – ein Winzer von der Nahe (Vorjahr: Weingut Kruger-Rumpf). Damit nicht genug – der junge Mann, der jetzt ganz oben auf dem Treppchen stand, hatte die Trophäe schon einmal gewonnen. Im Jahr 2004, als der Wettbewerb um den besten trockenen deutschen Riesling noch „Deutscher Riesling Preis“ hieß, hatte Tim Fröhlich die Konkurrenz mit seinem 2003er-Riesling „Großes Gewächs“ aus dem Monzinger Halenberg hinter sich gelassen; diesmal setzte sich sein „Großes Gewächs“ aus dem Bockenauer Felseneck durch.
Bei der Siegerehrung im Großen Festsaal des Münchener Hotels „Bayerischer Hof“ konnten die Moderatoren vom FEINSCHMECKER, Ressortleiterin Gabriele Heins und Weinredakteur Ulrich Sautter, noch weitere Überraschungen aufbieten. Zum Beispiel, dass der zweite Platz ausnahmsweise von keinem Nahe-Wein belegt wurde – und auch von keinem Vertreter aus den Riesling Hochburgen Rheinhessen, Pfalz oder Rheingau. Dieses Kunststück brachte stattdessen eine Riesling Spätlese von Martin Waßmer aus Baden fertig, aus dem Gutedel-Kerngebiet Markgräflerland. Oder dass die kleine Region Nahe nicht nur den Sieger stellte, sondern noch drei weitere Weine unter den ersten acht platziert hatte. Oder dass kein einziger Riesling aus Rheinhessen, der Boom-Region der letzten Jahre, ins Finale gekommen war.
Nach der Preisverleihung lieferte der Deutsche Riesling Cup 2009 genug Gesprächsstoff für die 500 Gäste der Wein-Gala und auch für die Jury, deren Mitglieder erst an diesem Abend das Ergebnis ihrer Blindproben erfuhren. „Bemerkenswert, aber nicht überraschend“, kommentierte Daniel Gantenbein, Winzer aus Graubünden und Jury-Mitglied, die Siegerliste: „Neben den renommierten Kollegen gibt es jede Menge junger Winzertalente an der Nahe. Und alle arbeiten zusammen sehr effektiv am Qualitätsprofil der Region.“ Der Juror Wolfgang Pfeifer, im Hauptberuf Sensorik-Dozent an der Hochschule RheinMain in Geisenheim, ergänzte: „Der Riesling Cup spiegelt nicht einen zufälligen Erfolg wider, sondern den kontinuierlichen Aufstieg der Nahe in den Riesling-Olymp.“
Genau 348 trockene deutsche Rieslinge – vom Qualitätswein bis zum „Großen Gewächs“ – hatte die Jury aus Winzern, Weinhändlern und Weinjournalisten im Hotel „Schloss Elmau“ in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen drei Probenrunden hindurch unter die Lupe genommen. Keine einfache Aufgabe, trotz der Qualität des Jahrgangs 2008; am Ende gaben die ganz persönlichen Vorlieben des jeweiligen Jurors den Ausschlag. Bei der Wein-Gala im „Bayerischen Hof“ war die Ehrung der besten Rieslinge des Jahrgangs 2008 nur einer der Höhepunkte. Für den zweiten sorgten 50 deutsche Spitzenwinzer, die ihre aktuellen Weine – neben trockenen und fruchtsüßen Rieslingen auch Silvaner, Weiß- und Grau- sowie Spätburgunder – und einige Raritäten aus älteren Jahrgängen vorstellten. Stets umlagert war der Tisch von Dr. Manfred Prüm, der 2008er-Rieslinge aus der Wehlener Sonnenuhr zur Verkostung anbot, vom Kabinett bis zur Auslese. Sein Kollege Egon Müller demonstrierte mit einer zehn Jahre alten, aber noch sehr frischen Spätlese vom Scharzhofberg die legendäre Lagerfähigkeit seiner Weine. Auch Hans Joachim Zilliken hatte in die Schatzkammer gegriffen und eine saftige 1993er-Saarburger Rausch Riesling Auslese mit nach München gebracht. Alternativen zu den herausragenden Rieslingen von Nahe, Mosel und Rhein wie auch zu Joachim Hegers im Barrique ausgebauten 2008er- Chardonnay aus dem Ihringer Winklerberg boten die deutschen Rotwein-Pioniere, etwa Stefan und Werner Knipser mit ihren gereiften Spätburgunder-Spätlesen oder das Weingut Meyer-Näkel mit seinen exzellenten Früh- und Spätburgundern von der Ahr. Passend zur Vielfalt der angebotenen Weine präsentierte die Küche des „Bayerischen Hofs“ an diesem Abend ein abwechslungsreiches Programm mit Spezialitäten aus der asiatischen Küche, und die Deutsche See begeisterte mit einem großen Buffet mit frischen Fischen und Meeresfrüchten. Parmigiano Reggiano verwöhnte die Gäste mit Parmesankäse und Pasta. Um Mitternacht gab es die obligatorischen bayerischen Weißwürste und Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat. Zu diesem Imbiss musste man auch nicht mehr unbedingt Wein trinken: Die meisten Winzer beschlossen den Abend zünftig mit einem frisch gezapften Bier. Der Riesling-Cup wird unterstützt von: 
Die Jury nach dem Finale auf „Schloss Elmau“: Karl-Josef Krötz, Ratskellermeister, Bremen; Daniel Gantenbein, Winzer, Graubünden/Schweiz; Dieter Braatz und Ulrich Sautter, beide Der Feinschmecker, Hamburg; Ingo Swoboda, Weinautor, Eltville; Jens Priewe, Weinautor, München; Kenny Machaczek, Der Feinschmecker, Hamburg; Gian Luca Mazzella, Weinautor, Rom/Italien; Max Gerstl, Weinhändler, Zürich/Schweiz; Wolfgang Pfeifer, Sensorik-Dozent an der Hochschule RheinMain, Geisenheim
Downloads:
Die besten trockenen Rieslinge des Jahrgangs 2008 [22 KB]
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